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Papiere, Visa, Impfungen

Reisepass
Für die Einreise in die meisten Länder außerhalb Europas ist der Reisepass erforderlich. Den kann man beim Einwohnermeldeamt oder Bürgerbüro beantragen. Man braucht dazu ein biometrisches Passbild (am besten NICHT im Fotoautomaten machen, da die Maße dann nicht unbedingt stimmen) und den abgelaufenen Ausweis oder einen Personalausweis. Normalerweise dauert die Ausstellung ca. vier bis acht Wochen, also besser frühzeitig daran denken. Mit 30 bis 60 Euro schlägt auch diese Vorbereitung mal wieder zu Buche!
Wer schon einen Reisepass besitzt sollte sichergehen, dass dieser noch mindestens ein bis 1,5 Jahre gültig ist, denn in manchen Ländern kann man nur mit einem Pass einreisen, der noch mindestens sechs Monate gültig ist.

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Visa
In vielen Ländern benötigen Touristen für den Urlaubsaufenthalt bis zu drei Monaten kein Visum. Zum Teil wird es bei der Einreise gegen eine Gebühr automatisch ausgestellt. Dennoch existieren eine Reihe von Ländern, insbesondere in Asien und Afrika, bei denen man vor Einreise vom Heimatland aus ein Visum beantragen muss. Welche Länder welche Visumbestimmungen haben, erfährt man auf der Internetseite des Auswärtigen Amts oder im Konsulat des Ziellandes. Doch ist es nicht immer sinnvoll, die Visa schon weit im Voraus von Zuhause aus zu beantragen, da einige Visa nur sechs Monate nach dem Zeitpunkt des Antrages gültig sind. In solchen Fällen empfiehlt es sich, das Visum im Nachbarland kurz vor Einreise zu beantragen. Dabei hilft die jeweilige deutsche Botschaft.

Wer im Zielland arbeiten will, der muss sich um ein Arbeitsvisum bemühen, welches wesentlich schwerer zu bekommen ist. Mit Ausnahme von Australien, die ein kostengünstiges Work and Travel-Visum ausstellen, mit dem man bis zu zwölf Monate dort arbeiten darf, ist das ziemlich schwer und bedarf noch intensiverer Recherche, als wir sie betrieben haben. Wir haben online ein Work-and-Tavel-Visum beantragt, dieses bereits nach zwei Tagen online bewilligt bekommen und können nun ab Einreise bis zu zwölf Monate dort arbeiten. Ob Fruit-picking oder Gastro ist uns dabei jetzt noch ziemlich egal. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass man Land und Leute besser und intensiver kennen lernt, wenn man dort am täglichen Leben teilnehmen kann und nicht nur als Tourist dort ist. Daher freuen wir uns sogar aufs Arbeiten …

Impfpass
Den internationalen gelben Impfausweis bekommst Du kostenlos beim Arzt oder Tropeninstitut, wenn Du Dich impfen lässt. Die meisten werden schon einen besitzen, da man schon als Kind normalerweise die ersten Impfungen bekommt. Es ist wichtig, diesen mitzunehmen, da die Einreisebestimmungen in manchen Ländern sehr streng sind und die empfohlenen Schutzimpfungen nachgewiesen werden müssen. Die Gelbfieberimpfung kann nicht von jedem beliebigen Arzt gemacht werden, sondern nur von anerkannten Impfstellen, also hier unbedingt den Pass mitnehmen!

Schutzimpfungen
Impfungen sind äußerst wichtig und zeitaufwendig für eine Weltreise. Die einfachste Art und Weise ist, sich den alten gelben Impfpass zu schnappen und zu einem Allgemeinarzt zu gehen, der sich auf Reisemedizin spezialisiert hat. Auch das Tropeninstitut kann Impfungen geben und kennt sich mit den speziell auf Dein Reiseziel beschränkten Krankheiten aus.

Seit dem 1. Juni 2007 erstatten zahlreiche gesetzliche (und private) Krankenkassen ihren Versicherten erstmals die Kosten für alle wichtigen Auslandsreiseimpfungen! Ein Teil der Krankenkassen hat ihr Leistungspaket sogar auf die Malariaprophylaxe ausgeweitet. Dennoch müssen der Impfstoff und der Arztbesuch zuerst einmal bezahlt werden und die Rechnungen anschließend bei der Kasse eingereicht werden.

Erstattet werden seit dem 01.06.2007 unter anderem (abhängig von der Kasse):

  •      Cholera
  •      Diphtherie
  •      FSME
  •      Gelbfieber
  •      Hepatitis A
  •      Hepatitis B
  •      Japanische Enzephalitis
  •      Meningokokken-Meningitis
  •      Pneumokokken
  •      Poliomeylitis
  •      Tetanus
  •      Tollwut
  •      Typhus

Zu dem Impfungen empfiehlt sich eine ausgedehnte Ärzte-Tour (Zahnarzt, Hautarzt, ggf. Frauenarzt, Orthopäde etc.), um nicht schon angeschlagen loszufahren. Wer erstmal in Südamerika Zahnschmerzen bekommt, der wünscht sich sehnlichst einen deutschen Arzt. Man sollte mindestens vier Monate vor Reisebeginn eine ärztliche Beratung aufzusuchen und sich über die notwendigen Reiseimpfungen informieren.

Hier findest Du eine aktuelle Liste über die Krankenkassen, die die Reiseimpfungen für eine private Auslandsreise erstatten: www.crm.de

Informationen über Gesundheitsrisiken im Zielland: www.crm.de

Empfohlene Impfungen
Tetanus, Polio, Diphterie, Typhus und Kinderlähmung, sowie Mumps und Masern sind Impfungen, die die meisten schon als Kind bekommen haben. Manche dieser Impfungen müssen alle zehn Jahre erneuert werden. Daher den Arzt im Impfpass nachsehen, ob alles noch gültig und damals gemacht worden ist. Einige dieser Impfstoffe werden sogar von der Krankenkasse übernommen.

Gegen Hepatitis A und B, die ansteckendsten Reisekrankheiten, wird die Impfung normalerweise in einer Spritze verabreicht, dem so genannten Twinrix®. Man bekommt insgesamt drei Spritzen: Die zweite nur ein paar Wochen nach der ersten, die dritte erst sechs Monate später, daher gilt hier: Früh mit dem Impfen anfangen, damit bei Reisebeginn der volle Schutz aufgebaut ist. Die Impfung hält im Normalfall zehn Monate und kostet insgesamt ca. 200€.

Gelbfieber ist in Teilen von Afrika und Südamerika verbreiten und wird über Mücken übertragen. In einigen Ländern braucht man den Nachweis einer Gelbfieberimpfung im Impfpass, um überhaupt einreisen zu dürfen. Der Impfstoff Stamaril® ist eine Lebendimpfung, muss nur einmal gespritzt werden und hält nach zehn Tagen für zehn Jahre an. Diese Impfung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Wir haben die Immunisierungsphase ganz gut vertragen, in manchen Fällen kann man ein wenig Fieber oder Gliederschmerzen von den gespritzten Viren bekommen. Daher muss auch ein zeitlicher Abstand zu anderen Impfungen eingehalten werden. Aber das erklärt am besten der behandelnde Arzt selbst.

Tollwutinfektionen verlaufen immer tödlich, wenn man sich nicht rechtzeitig behandeln lassen kann. Das ist meist in den betreffenden Regionen nicht möglich und wenn doch, dann sehr teuer. (Es wurde von über 3000 Dollar für eine Spritze berichtet!!!) Eine Impfung daheim ist also empfehlenswert, wenn man viel in ländlichen Gegenden unterwegs ist, vor allem in Asien und Südamerika, wo streunende Hunde oder Affen überall anzufinden sind. Die Impfung besteht aus drei teuren Spritzen (jeweils ca. 50 €uro), die im Abstand von einer, bzw. drei Wochen gegeben werden. Eine Auffrischung ist dann erst nach etwa drei Jahren erforderlich.

Japanische Enzephalitis ist eine grippeähnliche Erkrankung, die oft tödlich verläuft. Dennoch ist die Ansteckungsgefahr sehr gering und die Krankheit nur wenig verbreitet. Uns wurde daher von einer Impfung abgeraten, da das Risiko sehr gering ist. Nähere Informationen dazu gibt es beim Arzt oder auch bei Wikipedia unter www.wikipedia.org/wiki/Japanische_Enzephalitis,

Weit verbreitete Krankheiten
Malaria ist die wohl am häufigsten auftretende und ansteckendste Krankheit in Südamerika, Afrika und Asien. Gegen Malaria gibt es aber keine Schutzimpfungen. Man kann prophylaktisch Mittel gegen eine Ansteckung nehmen (Malaroone), die aber sehr stark sind und bei vielen Leuten auf die Psyche gehen. Von Angstzuständen, Depressionen und Halluzinationen haben uns Freunde berichtet, daher sehen wir vor einer prophylaktischen Einnahme mal ab… zumal nicht gesichert ist, ob diese Mittel wirklich helfen und vor einer Ansteckung schützen.

Symptome für Malaria ist ein typischer Wechsel zwischen Fieber und Schüttelfrost beim Fieberanstieg und Schweißausbrüchen bei Entfieberung. Weiter können Bewusstseinsstörungen, die bis zum Koma reichen, auftreten. Plötzliche Wechsel der Bewusstseinslage ohne Vorzeichen sind hier durchaus möglich. Auch kann es zu einer langsamen Eintrübung des Patienten kommen. Neurologische Herdsymptome wie Lähmungen und Krampfanfälle treten in seltenen Fällen auf. Wer Symptome feststellt, sollte besser sofort zum Arzt oder ins nächste Krankenhaus.

Stadien der Krankheit:

Froststadium (1 Stunde): Der Patient leidet unter Schüttelfrost und dem subjektivem Gefühl starker Kälte. In dieser Phase steigt die Temperatur steil an.

Hitzestadium (4 Stunden): Die Haut brennt häufig quälend. Es treten schwere Übelkeit und Erbrechen auf. Die Temperatur kann über 40 °C betragen.

Schweißstadium (3 Stunden): Unter starkem Schwitzen sinkt die Temperatur bis zum Normalwert von 37 °C.

Bei allen Malariaformen gilt, dass das Fehlen der Fieberrhythmik keineswegs ausreicht, um die Krankheit auszuschließen, da unterschiedliche Ausprägungen der Krankheit bekannt sind.

Überträger der Malaria sind Mücken und ein guter Mückenschutz ist daher das beste Mittel um sich zu schützen. Also immer mit Mückenmittel (Anti-Brumm oder Autan, enthalten den Wirkstoff DEET) einschmieren oder –sprühen, unter Mückennetzen schlafen und helle Kleidung tragen. Falls es dennoch zu einer Ansteckung kommt, muss ein Standby-Medikament gegen Malaria eingenommen werden. Es sollte möglichst bei den ersten Anzeichen der Krankheit und in einer relativ hohen Dosierung eingenommen werden. Doch auch diese Maßnahme ersetzt nicht den Arztbesuch oder, im besten Fall, den Besuch im Krankenhaus.

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 Quellennachweis für Graphik: http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria

Welches Mittel man für die Propylaxe oder als Standby-Medikament mitnimmt, hängt vom Zielland ab und sollte von einem Arzt ausgewählt werden. Auch benötigt man ein Rezept, um das Mittel zu kaufen. Diese Mittel sind zudem relativ teuer und können im Normalfall in Asien etwa sehr viel günstiger gekauft werden. Allerdings sollte man sich schon vorher über die Dosierung informieren, da ein asiatischer Beipackzettel (wenn denn einer dabei ist) keine Hilfe sein wird.

Dengue-Fieber ist in Lateinamerika, Zentralafrika, Indien, Südostasien und im Süden der USA verbreitet und gehört zu den häufigsten viralen Infektionen bei deutschen Urlaubern. Es  wird von den Stechmücken der Arten Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) oder Aedes albopictus (Asiatische Tigermücke) übertragen.

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Quellennachweis für Graphik: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Dengue_distr.gif

Die Symptome sind Fieber bis 41° C, Schüttelfrost, Erschöpfungszuständen, Kopf-, Glieder-, Gelenk– und Muskelschmerzen, ein auffällig niedriger Puls und metallisch bitterer Mundgeschmack. Gelegentlich auch Hautausschlag, Übelkeit und Erbrechen. Nach einem Fieberabfall kommt es nach vier bis fünf Tagen wieder zu einem Fieberschub, danach entwickelt sich ein masernähnlicher Hautausschlag die Lymphknoten schwellen enorm an. Nach etwa einer Woche beginnt die Erholungsphase, die mehrere Wochen dauern kann. Nur etwa 2 bis 5% der Erkrankten sterben an der Infektion, darunter meist Kinder, deren Körper die Strapazen nicht überstehen.

Es gibt zurzeit keine wirksamen Medikamente gegen die Infektionskrankheit, nur die Beschwerden können mit Schmerzmitteln gelindert werden. Wegen des Blutungsrisikos bei Denguefieber wird von Präparaten mit Acetylsalicylsäure abgeraten und Medikamente wie Paracetamol empfohlen. Wer einmal infiziert war, ist nur gegen eine der vier Arten des Virus immunisiert und eine Person kann somit bis zu vier mal mit dem Dengue-Fieber infiziert werden. Ein Impfschutz ist bisher nicht entwickelt. Daher ist der Schutz gegen die tagaktiven Mücken auch hier die einzige Möglichkeit, sich zu schützen.

Information zu weiteren Tropenkrankheiten und Tropeninstituten in Deiner Stadt unter: www.dtg.org und unter: Wikipedia

Weitere Informationen zu Sicherheit im Reiseland unter: www.auswaertiges-amt.de
 

Führerschein
Normalerweise ist der nationale Führerschein im Ausland ausreichend, doch wer mit dem Gedanke spielt, ein Auto zu kaufen oder zu leihen, sollte sich für 24€ bei einer KFZ-Anmeldestelle oder der Führerscheinstelle Deines Wohnortes einen internationalen Führerschein ausstellen lassen. Wer einen Kartenführerschein hat, kann diesen sofort mitnehmen. Für Ältere gilt (Jahrgang 80 und älter): erst den Führerschein in einen Kartenführerschein umschreiben lassen (das dauert ca. vier Wochen) und dann noch mal hingehen. Also auch hier rechtzeitig daran denken.

Studentenausweis
Wer noch studiert, kann sich in Reisebüros oder beim Studentenwerk der Uni einen internationalen Studentenausweis ausstellen lassen. (Gute Fälschungen gibt es wohl auch in vielen asiatischen Ländern). Damit werden teilweise Eintritte oder Tickets billiger.