Surfen
Wellenreiten
Das Wellenreiten stammt ursprünglich von den Inseln Hawaiis und ist in seiner Urform annähernd 4000 Jahre alt. Das Surfen hatte eine hohe kulturelle Bedeutung, es war fester spiritueller und kultureller Bestandteil der Gesellschaft. Man feierte das so genannte Makahiki-Fest, bei dem gesurft, getanzt und musiziert wurde. Hier überliefern Gesänge der einheimischen Hawaiianer, dass schon vor dem 15. Jahrhundert die Könige und Königinnen der hawaiianischen Inseln den altertümlichen Sport “he’e na-lu” betrieben haben. Es war nur Personen der oberen Klasse (“ali’i”) erlaubt, an bestimmten Stränden zu surfen. Der normalen Bevölkerung war das Surfen untersagt und es wurde mit dem Tod bestraft. Bald schon bildete sich ein spezieller Status um das hawaiianische Wellenreiten, so hatten die Surfer zu dieser Zeit eigene Gebete und Gesänge, die vom Surfen handelten. Auch genossen sie viele Privilegien in königlichen Kreisen. Viele Surfer wurden sogar in Gebeten gepriesen und geehrt. Selbst die Bauweise der Surfboards wurde zum Ritual, so durften nur drei verschiedene Baumarten zum Bau verwendet werden.
Als Kapitän James Cook 1778 die Hawaii-Inseln erreichte, war hier das Wellenreiten schon ausgereift und er konnte beobachten, wie die Hawaiianer auf ihren Brettern die Wellen ritten.
Durch westliche Einflüsse wurden die Hawaiianer im 19. Jhd nicht nur des Surfens, sondern praktisch ihrer ganzen Kultur beraubt. Missionnare verboten das Surfen als Sportart und es geriet immer mehr in Vergessenheit. Mit der Gründung des ersten hawaiischen Surfclubs wurde 1908 eine bis heute nicht endende Ära eingeleitet, in der sich das Wellenreiten wieder aufwärts entwickelte und sich, zunächst unter dem Einfluss von Georg Freeth und Duke Kahanamoku, über die ganze Welt verbreitete. In den 50er Jahren erlebte das Wellenreiten einen neuen Boom, als viele US-Amerikaner diesen Sport für sich entdeckten.
Heute ist das Surfen eine Sportart mit einem dazugehöriger Lifestyle, der auf viele Menschen sehr anziehend wirkt. Surfer haben einen vornehmlich gechillten Lebenswandel, es gibt eine eigene Mode und das Erleben der Natur steht neben rauschenden Partys im Vordergrund. Noch immer sind hauptsächlich die Jungs Antreiber der Szene, aber auch immer mehr Mädels entdecken den Sport und den dazugehörigen Lebensstil für sich. Das Miteinander unter Surfern ist, obwohl von Konkurrenz geprägt, meist sehr offen, nett und hilfsbereit. Wer einmal infiziert ist, der kann sich so schnell nicht wieder diesem Sog aus Lebensfreude und naturverbundenem Sport entziehen. Freiheit und Leben im Einklang mit der Natur sind die Reize des Surfens, die einen jeden Surfer berauschen.
Surfspots sind auf der ganzen Welt verteilt. Die berühmtesten Wellen brechen vor Hawaii und Kalifornien, aber auch in Mittel- und Südamerika, Afrika, Australien und Europa gibt es hervorragende Spots. Wir haben uns die verheißungsvollsten Wellen in Mittel- und Südamerika ausgesucht und wollen endlich länger als drei Wochen am Stück wirklich surfen. Obwohl wir beide schon Grunderfahrung aus Frankreich, Portugal und Costa Rica haben, scheint es doch so, als ob man einfach mehr Zeit zum Üben bräuchte, um wirklich zu surfen. Genau das werden wir machen!
Unsere Surfroute
Mexiko: Unter globalsurfers.com finden sich Beschreibungen zu den insgesamt 14 Regionen und deren Surfspots an der gesamten (!) westlichen Küste und Veracruz im Osten des Landes.
Die Stadt Puerto Escondido wurde erst in den späten 50er Jahren von Surfern entdeckt und erfuhr seitdem eine moderate touristische Entwicklung. Sie ist berühmt für seine Rohrwelle „Mex Pipe“ am Playa Zicatela, die, zusammen mit einer ähnlichen Rohrwelle in Hawaii, zu den größten Wellen der Welt zählt. Im Herbst erreicht sie eine Höhe von bis zu 10 Metern. (ok, eindeutig zu mächtig für uns am Anfang)
Doch nebst uneingeschränktem Wellenreitvergnügen bietet das lebendige Fischerdorf auch noch mehrere saubere Strände für alle Ansprüche. (Eher unser Revier!) Playa Bacocho liegt im Westen, Richtung Acapulco, und ist mit seiner Länge von 1,4 Kilometern der zweitgrößte Strand nach Playa Zicatela. Es folgen von Westen nach Osten die Playa Carrizalillo, Playa Angelito, die Bahía Principal und schließlich die Playa Zicatela, ganz im Osten Richtung Puerto Angel und Huatulco. Auch während der Hauptsaison soll Puerto Escondido nie überlaufen sein und man findet wohl mühelos immer ein Plätzchen an einem der schönen Strände. Dank der südlichen Lage von Puerto Escondido ist auch in den Wintermonaten das Klima angenehm warm und die Meerwassertemperatur fällt nie unter 25 Grad Celsius. Da Puerto Escondido bis jetzt vom großen Massentourismus verschont wurde, ist es ein Geheimtipp für Leute, die ruhige und angenehme Strandferien in einem intakten mexikanischen Dörfchen suchen. Also genau der richtige Spot zum Starten für uns. Steht eindeutig auf unserer Liste!
Guatemala: El Paredon ist der bekannteste Surf-Place an der Küste. Wenig befahrene Beach-Breaks und ein ruhiges Dörfchen sind hier geboten. Der Ort liegt im Department Escuintla, im Sipacate-Naranjo National Park, in der Nähe von San José.
Unter globalsurfers.com findet sich ein Bericht:
I was there at the end of January last year. Nice place. Water was mid 70′s, almost empty black sand beaches and empty line up most of the time. The waves were sand bar type of breaks with rights and lefts. I found the waves a little faster and thicker than what generally surf (SoCal, San Diego) so they took some getting used to. Locals are friendly and even friendlier if you can speak alittle spanish. Food was exellent! Very casual…you can sleep in a hamock or a bunk…all dorm style. The place is kinda quiet so if you’re looking for alot of nite life and shops during the day…its definately not your place. If you want to hide out a bit and like empty beaches, uncrowded line-ups and awesome sunrises and sets over the water…check it out.
Für uns hört sich das gut an, könnte ein Punkt auf unserer ganz persönlichen Welt-karte werden!
Weitere Spots in Guatemala:
- Monterrico
- Sipacate
- Iztapa
- Zipacate
- Champerico
- Tulate
El Salvador: Mit insgesamt 13 Surfspots ist El Salvador ein gutes Gebiet zum Wellenreiten. Die meisten Spots liegen in der Provinz La Libertad. Die bekanntesten davon sind:
- Las flores
- Punta mango
- El Zonte
- La Libertad
- Sunzal
- El Zonte
- Conchalio
- km59
- Playa La Paz
- San Blas
- Km61
- Zonte Rivermouth
- Punta Mango
Für Anfänger wird der Spot “Playa la Paz” empfohlen, Punta Rocha schient ein Gebiet für Pros zu sein, die anspruchsvolle Wellen bevorzugen. Wir werdens erfahren…
Nicaragua: Nicaragua eine einmalige Natur mit unglaublichen Stränden. Die wichtigsten Surfspots sind:
- Aposentillo
- La Isla
- Quizala
- Maderas
- Manzanillo
- Panga Drops
- Papollo
- Santana
- Puerto Sandino
- The Left
Die meisten der Spots liegen in der Region um Rivas und sind sowohl für Anfänger, als auch für Profis oder Fortgeschrittene geeignet. (Infos unter: globalsurfers.com)
Costa Rica: Am 7 km langen Strand nördlich des sehr touristischen Städtchens Porto Viejo kommen vor allem Surfer auf ihre Kosten. Das Gebiet bleibt aber den Könnern vorbehalten.
Bekannte Spots sind:
- Blue Kanka (reef break)
- Playa Cocles (beach break)
- Playa de Oro (beach break)
- Playa Grande (beach break)
- Punta Uva (beach break)
- Salsa Brava (reef break)
Der wohl bekannteste Spot ist die sagenumwobene Salsa Brava, die nur absolute Könner surfen sollten.
Aber vor allem die andere Küste, im Westen des Landes, lädt zum Wellenreiten ein. Hier befinden sich nach unterschiedlichen Angaben bis zu 42 Surfspots entlang der gesamten Küste. Die bekanntesten und zum Teil noch wenig besuchten Spots liegen auf der Nikoya-Halbinsel und südlich von Puntarena. Absolute Traumstrände, die sich unendlich hinziehen, Palmen und super-schöne Sonnenuntergänge machen diese Spots auch für Nicht-Surfer zu einem Hotspots in Costa Rica.
Aus Erfahrung weiß ich, dass wir persönlich wohl dort einen der längsten Aufenthalte planen werden. Absolutes Paradies!
Panama: Die Spots in den Provinzen Chiriquí, Colón und Veraguas (auf der karibischen Seite) werden im Allgemeinen als Spots empfohlen.
Ecuador: Die meisten bekannten Surfspots befinden sich in der Region Guayas. Vom Anfänger bis zum Profi findet hier jeder das Passende!
Peru: Surfspots befinden sich an der gesamten Westseite des Landes. Die meisten Spots werden als Spots für Fortgeschrittene und Anfänger beschrieben. Viele der Spots befinden sich in der Region um Piura, um Lima und Trujillo. Einige der Spots um Piura sind:
- Cabo Blanco
- Huanchaco
- La Islilla
- Lobitos
- Mancora
- Pacasmayo
- Peña Redonda
- Punta Ballenas
Es ist wahrscheinlich, dass die Region im Norden schön warm ist und daher eher zum Surfen ohne Suit einlädt als südlichere Spots, we’ll see! (Infos: globalsurfers.com)
Australien: Kirra, Bells and Margareth River sind sicherlich einige der besten Surfspots der Welt – und sie befinden sich in Australien. Insgesamt kann an der gesamten West-, Süd- und Ostküste der Insel hervorragend gesurft werden. Eine Aufstellung der einzelnen Suftspots würde hier den Rahmen sprengen, aber so viel sei gesagt: Es wird Wellen geben!!!
Südostasien: In Indonesien, Thailand und Vietnam gibt es Surfspot, wenn auch noch wenig bekannt, so doch nicht uninteressant: In Indonesien wellt es in den Regionen (ja, wir kennen von dort hauptsächlich eine große Welle):
- Aceh
- Sumatra
- Java
- Lombok
- Mentawai
- West und East Bali
Insgesamt verbergen sich an der gesamten westlichen Küste mehr als 18 Surfregionen mit insgesamt gut 100 unterschiedlichen Spots. Viele davon werden als Expert-Spots beschrieben.
Thailand hat immerhin Spots: Die meisten finden sich auf Phuket, Ko Samui und Rayong. Vietnam bietet in Binh Thuan eine interessante Welle, die sich lohnen soll. Wir werden ja sehen!
Infos zum Surfen in Südostasien unter globalsurfers.com
Dokumentationen:
- 1966 dokumentierte Bruce Brown die Reise der beiden Surfer Michael Hynson und Robert August um die Welt, dem Sommer folgend und den perfekten „Spot“ suchend, im Film “The Endless Summer“. 1994 greift Bruce Brown in „Endless Summer II“ die Story erneut auf, jedoch mit zwei neuen Darstellern und einem Update der Surfgeschichte seit dem ersten Teil.
- „Thicker than Water“ (1999) und „September Sessions“ (2003) von Jack Johnson
- „Laird“ (2001) von Laird Hamilton ist eine Art Werbefilm für seine eigene Person.
- „Step into Liquid” (2003) von Dana Brown (Sohn von Bruce Brown) ist ein Dokumentarfilm über Besessenheit beim Wellenreiten mit fantastischen Bildern.
- „Blue Horizon“ (2004) zeigt die Geschichte der beiden Weltklassesurfer Andy Irons und Dave „Rasta“ Rastovich.
- „Riding Giants“ (2004) von Stacy Peralta mit Laird Hamilton gilt als einer der besten Filme zum Thema Big Wave Surfing und Tow-in Surfing.
Spielfilme:
- „Big Wednesday“ (1978)
- „North Shore“ (1987)
- „Gefährliche Brandung“ (“Point Break”) (1991) mit Keanu Reeves und Patrick Swayze von Kathryn Bigelow.
- „Surfer Girls“ (Rip Girls) (2000)
- „Blue Crush“ (2002) von John Stockwell.
Links:
Schulen, Reisen und Camps
- wavetours.com
- aframe.de
- freistilreisen.de
- missiontosurf.at
- quiksilver-surfschool.com
- wellenreiten.de
- wellenreiten-lernen.de
- wellenreiten-net.de
- wellenreiter.com
- wellenreitreisen.de
- wellentime.com
- WinterWaves.com
Equipment / Shops
Online-Magazine und Information:
- tidemag.com
- oase.com
- soul-surfers.de
- surfatoll.de
- surfboard.de
- surfingthemag.com
- wannasurf.com
- waveculture.com
Alles rund ums Surfen in Australien:
Wetter und Webcams:
Weitere Links zum Reisen und Surfen:
- Surfcamp-Online weltweite Suche nach Surfcamps
- surfspot.de Spotberichte weltweit
- globalsurfers.com Internationale Surfspots mit Fotos und Berichten
- soulrider.com Spotberichte für Windsurfer

